Leitfaden für Eltern
Die farbcodierte Montessori-Lesemethode, einfach erklärt. Erfahren Sie, wie unsere Bücher Ihrem Kind helfen, Wörter mithilfe eines intuitiven Farbcodes zu entschlüsseln.

Montessori-Lesen
Bunte Silben, um lesen zu lernen
Maria Montessori, italienische Ärztin und Pädagogin, entwickelte Anfang des 20. Jahrhunderts einen phonetischen Leseansatz. Ihr Prinzip: Statt ganze Wörter auswendig zu lernen, lernt das Kind, die Laute zu entschlüsseln, aus denen jedes Wort besteht.
Um dieses Entschlüsseln zu erleichtern, verwendet die Methode einen Farbcode: Jede Art von Laut (Phonem) wird durch eine bestimmte Farbe dargestellt. So lernt das Kind, verschiedene Laute visuell zu erkennen, noch bevor es fließend lesen kann.
Konsonanten
b, c, d, f, g, h, j, k, l...
Vokale
a, e, i, o, u, ä, ö, ü
Digraphen
sch, ch, ck, ie, eu, ei...
Stumme Buchstaben
stummes h (Dehnungs-h), stummes e...
Diese visuelle Codierung ermöglicht es dem Kind, Lautmuster zu erkennen, noch bevor es fließend lesen kann. Die Farben wirken wie ein Gerüst: Sie unterstützen das Lernen und werden nach und nach überflüssig, je sicherer das Kind wird.
Angelehnt an die Montessori-Progression passen sich unsere drei Stufen dem Leseniveau Ihres Kindes an.
3–4 Jahre
« Die ersten Schritte »
Einfache Wörter mit 1 bis 3 Silben. Kurze, sich wiederholende Sätze.
Beispiel
« Der Park! » / « Komm! »
Ideal für Kinder, die gerade die Buchstaben entdecken. Die Wörter sind kurz, die Laute einfach, und die Wiederholung gibt dem Kind Sicherheit.
5–6 Jahre
« Ich werde groß »
Wörter mit komplexen Lauten (ch, ou, an...). Längere Sätze.
Beispiel
« Wir gehen in den Park! » / « Hallo! »
Für Kinder, die beginnen, Laute zusammenzufügen. Die grün markierten Digraphen helfen ihnen, komplexe Laute zu erkennen.
7+ Jahre
« Ich lese alleine »
Vollständige Sätze mit reichem Wortschatz und abwechslungsreichen Strukturen.
Beispiel
« Hallo! Heute gehen wir in den Park! »
Für angehende Selbstleser. Die Farben bleiben als visuelle Orientierung, aber das Kind beginnt, ohne Hilfe zu lesen.
Fünf einfache Tipps, um Ihr Kind beim Lesenlernen zu begleiten.
Ein Elternteil liest laut vor, während das Kind mit dem Finger den Farben folgt. Zeigen Sie auf jedes Wort und lassen Sie das Kind die Farben beobachten.
« Zeig mir alle blauen Buchstaben! » Ein einfaches Spiel, um das Kind mit den Vokalen vertraut zu machen, noch bevor es liest.
« Welchen Laut macht die grüne Gruppe „ch“? » Helfen Sie Ihrem Kind, die Farbe mit dem Laut zu verbinden. Wiederholen Sie es mit verschiedenen Wörtern aus dem Buch.
Kein Druck! Jedes Kind lernt anders. Manche bleiben monatelang auf der Stufe Rosa, andere wechseln schnell zur Stufe Blau. Beides ist völlig normal.
Wenn Ihr Kind 80 % der Wörter einer Stufe richtig liest, ist es bereit für die nächste. Sie können jederzeit zurückkehren: Es ist eine Reise, kein Wettlauf.
Die folgende Tabelle hilft Ihnen, die richtige Stufe für Ihr Kind zu wählen. Im Zweifelsfall beginnen Sie mit der Stufe Rosa. Ihr Kind wird ganz natürlich Fortschritte machen.
| Alter des Kindes | Empfohlene Stufe | Anzeichen der Bereitschaft |
|---|---|---|
| 3–4 Jahre | Erkennt einige Buchstaben, liebt es, vorgelesen zu bekommen | |
| 5–6 Jahre | Kennt das Alphabet, beginnt Silben zusammenzufügen | |
| 7 Jahre + | Liest einfache Wörter alleine, möchte « wie ein Großer » lesen |
Tipp
Im Zweifelsfall beginnen Sie mit der Stufe Rosa. Es ist immer besser, « zu einfach » anzufangen als « zu schwer ». Ein selbstbewusstes Kind macht viel schneller Fortschritte als ein frustriertes. Sie können zur nächsten Stufe wechseln, sobald Ihr Kind bereit ist.
Noch unsicher? Unser Quiz hilft Ihnen, die richtige Stufe zu finden.
Zum Montessori-QuizSein Lieblingskuscheltier wird zum Helden eines pädagogischen Comics. Farbcodiertes Lesen, angepasste Progression und vor allem… jede Menge Spaß.
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So funktioniert es in unseren Büchern
In jeder Sprechblase wird der Text automatisch nach der Montessori-Methode farbig markiert. So wird ein Wort entschlüsselt:
Beispiel 1
Das Wort „Schule“
Der Trigraph Sch ist grün gefärbt, weil die drei Buchstaben zusammen einen einzigen Laut ergeben (den "sch"-Laut) und nicht drei einzelne.
Beispiel 2
Das Wort „Uhr“
Das h in „Uhr“ ist ein Dehnungs-h: Es verlängert den Vokal „u“, wird aber selbst nicht gesprochen. Deshalb ist es hellgrau dargestellt.
Beispiel 3: ein ganzer Satz
„Die Katze ist hier!“
Auch in einem kurzen Satz erkennt das Kind die Laute visuell: blaue Vokale, rote Konsonanten und grüne Digraphen (ie).